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Ok, I got it
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Stubbi mit Shira
wurde mir im Herbst 2001 mal eben in die Hand gedrückt: die ist übrig, kannst du haben.
Das waren die Worte dazu. Wirklich ohne Vorwarnung oder gar die Frage, ob das ginge.
Ich nahm sie mit, ca. 8 Wochen alt, mit einem niedlichen schwarzen Punkt, neben der Nase.
Sie war draussen geboren, wollte auch unbedingt nach draussen, sie weinte und jammerte stundenlang am Fenster. So liess ich sie nach ein paar Wochen gehen.
Pünktlich, wenns dunkel wurde, kam Stubbi nach hause. Ganz regelmässig.
Für Anfang März 2002 hatte ich den Kastrationstermin vereinbahrt. Schon 3 Tage voher und 4 Tage danach kam Stubbi nicht heim. Daß sie rollig war oder wurde, hatte ich vorher nicht bemerkt, sie war auch erst 6 Monate alt....
Ich war glücklich, als sie wieder da war, hatte den Termin verschoben. 2 Wochen später, meine Tierärztin untersuchte die Kleine und sagte, wir sollen warten, könnte sein, daß sie trächtig ist.
So wars dann auch, das Drama begann mit der Geburt:
Stubbi legte sich zu Luna, die 2 Tage zuvor ihre Welpen geboren hatte.
Das Erste wurde tot geboren, war viel zu klein, völlig unterentwickelt, ein Grautigermädchen mit weissen Socken.
Das Zweite, ein weiss - schwarzes Mädchen, schien gesund, munter, gross und kräftig.
Zuletzt, dachte ich zumindest, kam noch ein Tigermädchen, Shira. Auch gesund und munter.
Es wurde Abend. Das tote Baby hatten wir begraben.
Shira schlief satt und friedlich. Das weiss - schwarze Mädchen schrie, nuckelte bei Mama, schrie wieder...über Stunden.
In dieser Nacht gebar Stubbi noch ein Baby, ein Abbild des Ertsen, leider auch tot und zu klein.
Das weiss - schwarze konnte immer noch nicht trinken.
Es war Samstag, Geschäfte zu, kein Dok zu erreichen.
Eine Bekannte der Katzenhilfe kam und brachte Ersatzmilch mit. Wir fütterten die kleine Maus, ging mehr schlecht als recht. Sie verschluckte sich dauernd und die Milch kam sogar aus der Nase zurück.
Saugen konnte sie gar nicht.
3 Tage versuchte ich alles, bekam sogar Übung. Leider hatte ich diesem Kätzchen noch keinen Namen gegeben, einfach vergessen. Tut mir sehr leid, heute noch.
Nach diesem Pfingstwochenende bin ich Dienstags morgens mit ihr zu meiner Tierärztin. Ich erzählte und sie schaute sich das Kätzchen genau an. Als es gähnte, kam die schreckliche Diagnose: Eine Gaumenspalte zog sich vorn vom Oberkiefer bis tief in den Rachen.
Mein Herz krampfte zusammen, wie grausam kann Leben sein. Keine Chance, keine OP hätte es je retten können. So liess ich die Kleine einschläfern.
Sie starb schon bei der Betäubungsspritze, bei mir in der Hand. Zu hause habe ich Stubbi ihr Baby nochmal gezeigt. Sie beachtete es gar nicht, als hätte gewusst, daß ihr Baby nicht leben kann.
Das " Baby ohne Namen " begrub mein lieber Mann dann auch im Garten. Habs gut, kleine Maus.
Stubbi kümmerte sich rührend um ihr verbliebenes Baby Shira. Und nicht nur um sie. Luna und Stubbi klauten sich gegenseitig die Welpen, umsorgten, säugten sie, gifteten sich auch gegenseitig an, wenn eine Mama mehr Kinder hatte, als die Andere.
Bei 5 war das häufig so. Es war eine sehr schöne Zeit.
Shira von Stubbi entwickelte sich prächtig, wurde aber eine sehr scheue und ruhige Katze.
Die Kitten wurden grösser und die Mütterchen wollten ihr Freiheit wieder, nach draussen zu dürfen. Nachdem sie kastriert waren, liess ich das auch wieder zu.
Stubbi kam, wie anfangs, auch wieder ganz regelmässig heim. Bis zum 25. Nov.2002.
Nachts noch, weil wir sie suchten, brachte mein lieber Mann sie tot nach Hause. Sie war nur 1, 5 Jahre alt geworden.
Shira wurde ein Jahr alt und ihre Probleme begannen.
Sie schrie beim Essen.
Zahnfleischentzündungen hinderten sie beim Essen.
Sie wurde behandelt. 5 Monate später, das Gleiche.
Die Behandlungen, auch mit Interferon zogen sich über 2 Jahre. Die Abstände der Erkrankungen wurden immer kürzer.
Nein, ich hatte ihr nicht alle Zähne ziehen lassen, weil man mir sagte, daß es bei dieser Erkrankung nicht hilft.
Nein, ich habe sie nicht abmagern lassen.
Nein, ich habe sie nicht tagelang schreien lassen.
Am 31. Oktober 2005 habe ich sie zum Regenbogen begleitet. Sie zu ihrer Mutter geschickt.
Stubbi kann besser auf ihre Tochter Shira achten, als ich es je konnte.
Es war so traurig, innerhalb so kurzer Zeit, eine ganze Familie zu verlieren.
Noch heute weine ich oft um diese Kätzchen, weiss aber, ich werde sie wiedersehen...später.