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Popea
Popeas Geschichte

Am 25. September 2006, hatte Claudia in Hilfeaufrufe den Link einer Tierschutzorganisation gesetzt.
Unser Helfersydrom schlug sofort zu, bei Popea, einem Kätzchen, das nicht stubenrein ist. Meine Freundin setzte sich   mit der Orga in Verbindung, natürlich in meinem Namen, wobei ich nach all den schlechten Erfahrungen den Mut nicht aufbringen konnte.
Ein paar Tage später rief mich eine Frau an, um eine Vorkontrolle bei mir zu machen. Zwei Tage später kam sie. Wir haben uns sehr nett unterhalten, ich habe eine tolle Frau kennen gelernt. Sie verabschiedete sich mit den Worten, uns jederzeit jedes Tier anzuvertrauen.
Popea wurde uns gestern gebracht, von Sachsen - Anhalt nach Aachen. 8 Stunden Autofahrt.
Popea stieg aus der Transportbox, kam auf mich zu und legte mir ihr Köpfchen in die Hand. Vor lauter Rührung hatte ich Tränen in den Augen.
Eine fremde Katze, eine neue Umgebung und soviel Vertrauen.....
Man hatte mir gesagt, daß Popea wohl krank sei und ob sie trotzdem nehme. War keine Frage, denn wie krank sie ist, konnte ich nicht wissen.
Daß sie nicht ins Klo pinkelt und daß ihr Köpfchen schief steht, stört hier nicht, aber das Röcheln beim Atmen macht mir Sorgen.
Heute Nachmittag wurde Popea geröntgt. Meine Tierärztin stellte tumoröses Gewebe in der Lunge fest. Bei einem ganz geringen Prozentsatz kann es sich auch um eine Wasseransammlung der Lunge handeln, meistens aber nicht. Eine beidseitige Mittelohrentzündung kommt noch erschwerdend hinzu. Ich hätte mir gewünscht, Popea etwas länger haben zu dürfen. Sie ein so bezauberndes, liebes Mädchen, das überhaupt keine Probleme hat, sich hier mit den anderen Katzen zu verstehen. Einfach nur dankbar für jede Streicheleinheit oder ein eigenes Bettchen.
Ich möchte niemandem einen Vorwurf machen.
Die Leute der Orga wußten dies auch alles nicht, sonst hätten sie es mir gesagt.
Wir werden Popea die letzten Tage so schön wie möglich machen, alles was geht für sie tun. Ich habe ihr gestern versprochen, daß sie nun zuhause angekommen ist, egal wie lange sie bleibt.

Popea starb am 10.10. 2006 nachts in der Tierklinik.Wir liessen sie erlösen, sonst wäre sie erstickt.
Zuhause habe ich sie aufs Sofa gelegt und die Anderen Abschied nehmen lassen. Ganz viele Katzen sind zu ihr hin, haben ihr die Nase gestupst und sind wieder gegangen, als hätten sie verstanden, daß Popea zum Regenbogen unterwegs war.

Im Regenbogenland ist sie sicher wieder jung, gesund und kann Spielen ohne Atemnot.
Gegessen und gespielt hat sie sehr gern, auf Erden immer nur kurz.
Wir sehen uns wieder, kleiner, süsser Spatz.

6 Tage nach Popeas Tot sass ich im Bad und sinniert so vor mich hin....
Plötzlich, aus dem Nichts, stand sie vor mir und sagte, danke. Danke für die Liebe und Fürsorge, die sie bekommen hatte.
Ich fragte sie nur, obs ihr gutgehe, sie gesund sei und wo sie denn jetzt wäre. Obs das Regenbogenland gibt...
Es gehe ihr soweit gut, sie sei müde..... die Reise in die nadere Welt dauere sehr lange und das Regenbogenland gäbe es nicht, aber unser Glaube daran sei sehr schön, wir sollen weiter daran glauben. Sie könne mir nicht sagen, wo sie sei, aber Seelen seien unterwegs.
Sie sei auch nur zurück gekommen, um mir zu sagen, dass alles gut sei.
Ich versuchte, sie zu streicheln. In dem Moment verschwand sie, nicht ohne noch zu sagen, daß sie nicht wieder kommen wird...

Nein, sie ist nicht zurückgekommen, auch nicht im Traum.
Popea war für mich etwas ganz besonderes, ich liebte sie vom ersten Tag an und war so unglaublich verzweifelt, dass sie nach ganz kurzer Zeit schon wieder hat gehen müssen. Das hatte sie wohl gespürt.