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Mäuschen
ihre Geschichte beginnt eigentlich schon in meiner Kindheit, auch wenn es sie da noch nicht gab.
Meine Grosseltern hatten immer einen Hund und Katzen wurden dort gehasst, weil man sie nicht erziehen konnte oder sie überall dran - und draufkamen, wenn sie wollten. Ein Hund war da immer einfacher zu halten. Ich lebte mit meinen Eltern in einer Mietwohnug, in der keine Tiere gehalten werden durften. War den Eltern auch recht, sie arbeiteten beide.
Ich, als Einzelkind, war immer allein.
Als ich dann selbst, erwachsen, entscheiden konnte, kam natürlich zuerst ein Hund.
5 Jahre später saß eine Katze im Garten, schwarz, klapperdürr und schaute mich an. Ich mochte dieses " Vieh " nicht, aber daß sie Hunger hatte, habe ich gesehen. Katzenfutter kaufte ich ihr gnädig und sie nahm es an. Wochenlang blieb sie im Garten, liess sich füttern und ging wieder. Es wurde Sommer 1987. Da blieb die Küchentür zum Garten offen, Susi der Dackel, konnte raus und frische Luft rein. So glaubte ich zunächst. Was dann aber auch reinkam, war diese Katze. Susi sagte nichts dazu, obwohl Dackel.
Inzwischen hatte ich der Katze auch einen Namen gegeben, Mäuschen, wusste aber nicht, ob Kater oder Katze.
Sie legte sich einfach auf einen Stuhl und schlief ein.
Vorsichtig bin ich zu ihr und legte meine Hand auf ihren Kopf und sie schnurrte, schaute auf und leckte meine Hand. Warum ich da in Tränen ausbrach...weiss nicht.
In deisem Moment muss ich wohl gespürt haben, daß Katzen meine Seele berühren.
Impfen wollte ich sie lassen, viel über Katzen wusste ich damals noch nicht. Machte einen Termin und fuhr mit ihr zum Dok.   Impfen wurde verschoben, eine OP war wichtiger. Sie war wohl mal irgendwo kastriert worden, hatte aber unter der Narbe ganz viele dicke Knoten, die schmerzten.   Diese wurden entfernt.
Geimpft wurde sie später auch. Ihr Fell wurde glatt und weich.
Ca. 3 Jahr später mussten ihr, bis auf einen Eckzahn. alle Zähne gezogen werden. Waren aber eh nur noch 6 vorhanden. Sie war schon ein älteres Modell, geschätzt auf 10 - 14 Jahre. Auch dies machte ihr nichts aus, sie lutschte von da an ihre Breckies.
Kurze Zeit danach bekam sie Krebs im Rachenraum.
Zu der Zeit gabs noch ein Medikament aus der Humanmedizin, womit ich Mäuschen noch 5 Jahre helfen konnte. Sparsam dosiert hielt es den Krebs in Schach.
Mit ihr, dem Hund und später mit einem Kind wechselte ich die lieben Ehemänner und zweimal auch das Zuhause. In all den Jahren kamen auch einige Katzen dazu, auch Welpen, um die sich Mäuschen liebevoll mit kümmerte.
Im Juli 2000 habe ich sie zum Regenbogen bringen müssen. Sie war einfach alt, wieder zusammengefallen, wie anfangs, und mochte nicht mehr essen.
Sie musste uralt geworden sein.
Sie hatte ganz bestimmt ihre Aufgabe auf Erden erfüllt.
Auf das Wiedersehen mit ihr freu ich mich besonders.
Habs gut, mein geliebtes, erstes Katzenmädchen.