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März 2002
kam ich mit meiner Tochter vom Einkaufen, als mich im Dorf eine Frau anhielt und mir eine unglaubliche Geschichte erzählte:
Ihrem Haus gegenüber hielt ein Auto, vielleicht 10 Sekunden. Die Leute fuhren dann weiter. Hinter dem Auto kam eine Katze zum Vorschein, die völlig verschreckt umherirrte und sich dann ausgerechnet in den Stall der Frau flüchtete.
Meine Tochter kletterte in dem Stall bis zu einem hohen Balken. Dort liess sich das Kätzchen abpflücken. So nahmen wir sie mit nach Hause.
Keine Nr. im Ohr, kein Chip, klar wie immer. Blick zum Po, ein Mädchen.
Meine Tierärztin bestätigte, daß Luna, so hatten wir sie genannt, gesund war. Kastriert wahrscheinlich nicht.
Da es damals noch nicht so viele Katzen hier gab, wartete ich ab.
Nach 3 Wochen wurde Luna rundlich, natürlich um den Bauch.
Am 21. Mai schenkte sie uns 4 wunderschöne Welpen, 3 blau - weisse Mädchen und einen schwarz - weissen Kater.
Die ersten Tage verlief alles problemlos. Tolles Mütterchen, tat alles für ihre Babies, putzte sie und sich selbst ausgiebigst. Das war ein Ganztagsjob.
Nach einer Woche wurde das kleinste, Lilly, der Welpen aphatisch. Lag nur noch, trank nicht, bewegte sich kaum. Meine Tierärztin konnte ihr nur mit Infusionen und Antibiotika helfen. Erts wurde es besser, dann wieder schlechter. In der Klinik nahm man Blut ab, gab ihr ein anderes Antibiotikum mit den Worten: entweder sie überlebt oder nicht.
Lilly überlebte. Tags darauf kam aus ihrem After eine Art Wurm. Ich zog ein wenig daran, erschreckte vor der Grösse, brachte das Teil zur Ärztin.
Sie konnte mir dann sagen, daß es kein Wurm war sondern verhärtete Muttermilch, auf Grund einer Magenentzündung.
Nun ging es Lilly mit jedem Tag besser.
Die Blutuntersuchung ergab allerdings einen Corona - Titer.
Das nächste Problem tauchte bei Donna auf:
Mit drei Wochen krabbelten drei Babies und spielten. Donna nicht. Sie trank bei Muttern oder schlief. Angst machte sich breit....
Die Tierärztin lachte und meinte, Donna sei zu dick.
10 Tage später krabbelte auch Donna den anderen hinterher, wobei sie sich mit den Vorderläufen zog. Die Hinterläufe konnte sie immer noch nicht aufstellen. Der Klinikchef bestätigte dann noch die erste Diagnose.
Donna war kerngesund und zu dick.
Allmählich versuchte sie immer wieder auf die Beine zu kommen, wobei sie wochenlang ihren Bauch zwischen den Beinen über den Boden schleifte. Oder ihr die Beine seitlich wegschmierten und sie wieder auf dem Bauch landete.
Sie holte im Laufe der Wochen alles auf uns auch nach, mit ein bisschen Verzögerung.
Zu Klaus - Bärbel kann ich nur erzählen, wie sie zu ihrem Namen kam:
Als sie geboren wurde, sah es um den Po so aus, als hätte sie ein blaues Höschen an. Durch die Einfärbung konnte ich das Geschlecht nicht sofort erkennen. Mein lieber Mann nannte sie Klaus - Bärbel.
Ein paar Tage später wurde dann deutlich, ein Mädchen, aber der Name ist geblieben.
Ich rufe sie Kläuschen.
Tommy ist einfach geboren und gewachsen. Kerngesund, ein lieber Kerl.
Er versucht nur hin und wieder stundenlang, einen Hund zu putzen, damit der besser riecht. Der Erfolg bleibt allerdings aus.
Und wo die ganze Familie heute lebt: bei mir.
Ich hatte versucht, die Welpen an nette Leute weiter zu geben, ohne Erfolg.
Nach über 5 Jahren bleiben sie nun auch hier.
Lilly
Donna
Klaus - Bärbel
27.8.2008
Lunas Baby`Klaus - Bärbel lebt nicht mehr.
Auch sie ist ein Opfer der FIP geworden.
Good bey, mein Mädchen.
27.12.2008
Seit vorgestern weiß ich, daß Donna auch an FIP leidet.
6.1.2009
Donna gehts schlechter.....
Sie isst immer noch ganz gut, hat kein Fieber, aber der Riesenbauch hindert sie zu springen.
Noch sagt sie mir nicht, daß sie gehen möchte.
Ein paar Tage bleibt sie noch.
10.1.2009
Donna ist tot.
Ihr Herzchen schaffte es heute morgen nicht mehr, gegen die Flüssigkeitsansammlungen anzukommen.
Damit sagte mir ihr Körperchen, daß es nicht mehr zum Leben reichte.
So liessen wir sie gehen.
Donna war eine besondere Katze, von Anfang an. Zu dick zum Laufen, später leicht geistig behindert und doch NUR lieb.
Sie mochte ALLE Katzen, war freundlich, neugierig.
Als sie gehen musste, weinte sie......ein Kätzchen, das sonst keinen Ton sagte.
Ich weine, schreie, und doch fallen mir schöne Momente ein.
...sie fiel vom Fernseher, wachte erst auf dem Bauch liegend auf und wunderte sich.......
Als ich sie in den Kennel legte, hakte sie mir 2 Krallen in den Unterarm.
Ich hoffe, diese kleinen Wunden heilen nie.
Das muß sie mit Schmerzen getan haben, denn eigentlich wußte sie nicht, daß sie Krallen hat, sie hatte Diese niemals benutzt.
Meine kleine Maus,
Dich gehen zu lassen, fällt auch besonders schwer, aber mach Dir keine Sorgen. es ist Alles gut.
Meine Tränen begleiten Dich zum Regenbogen und wenn es ginge auch wieder zurück. Ein Zurück gibte leider nicht.
Warte auch Du auf mich.
Ich liebe Dich, immer, bis wir uns wiedersehn.
Mama
17.2.2009
Heute mussten bei Lilly die Zähne saniert werden. Wie leider schon befürchtet, mussten alle Zähne gezogen werden.
Blut ist auch zum Labor geschickt worden.
So hoffe ich, daß die schlechten Zähne ihr Gewicht beeinflusst haben.
Sie war recht dünn geworden.
Schaun wir mal.
Tapfer ist sie, diese keine Kampfmaus.
15.4.2009
Lilly ist tot.
Sie wurde vor 2 Monaten krank. Ein Minikätzchen nahm ab. Sie wog nur knapp 3 Kilo.
Ihre Zähne waren schlecht. FORL. Alle Zähnchen wurden gezogen.
Ein geriatrisches BB wurde gemacht. Am BB war nichts, absolut nichts zu erkennen, bis auf Entzündungswerte. Naja, die Zähne eben....
Sie erholte sich gut, futterte, fühlte sich wohl.
Obwohl sie gut futterte wurde sie dünner. Letzte Woche glaubte der Dok an eine SDÜ.
So gab ich ihr, auf Verdacht, SDÜ - Tabletten.Immer in Leckerfutter. Bei Lilly war nichts einfach.
Um den T4 überprüfen zu lassen, hätte ich sie wieder in Narkose, zum Blutabnehmen, legen lassen müssen.
Mit den Tabl. gings ihr eine Woche gut.
Heute Abend kam sie in die Küche, schreiend, auf dem Bauch kriechend, mit dem Kopf schüttelnd.....
Neurologische Ausfälle ? Schlaganfall ? Hirnschlag ?
8 Uhr, Dok war noch in der Praxis, seit heute eine Neurologin mit an Bord.
Beide waren der Meinung: trockene FIP.
Dies war auch meine Befürchtung letzte Woche.....
Lilly wurde zum Regenbogen gebracht.
Ihre 2 Schwesterchen sind auch schon dort, mit FIP. Kläuschen und Donna.
Sie wären nächsten Monat 7 Jahre alt geworden.....
Kleines Mädchen,
mach Dich auf die Reise zu Deinen Schwesterchen. Sie warten auf Dich.
Du warst " meine " Katze. Niemand durfte Dich anfassen, nur ich. Aber eine Pille hätte auch ich nie in Dich bekommen.
Egal, Du hast mir mit Waffen gezeigt, wie sich, auch eine Minikatze, wehren kann.
Heute Abend konntest Du Dich nicht mehr wehren, gegen Nichts.
Dein kleines Körperchen hatte aufgegeben, konnte nicht weiterleben.
Mäuschen, machs gut. Du hattest ein gutes Leben.
Dir wird es hinter dem Regenbogen auch gutgehn. Das weiß ich.
Bist nicht allein, hast viele Freunde. Kennst doch schon ganz Viele.
Kleine Lilly, ich könnte Dir einen Roman schreiben......, will Dich nicht belasten.
Tschüs, es ist Alles gut.
Ich freu mich auf das Wiedersehn mit Dir.
Schlaf schön, ruh Dich aus und dann geh mit den Anderen spielen.
Leb wohl.