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wurde von einem Freund gefunden, Herbst 1996.
Ein schneeweisser Kater, kastriert, gut genährt.
Niemand vermisste ihn oder wollte ihn aufnehmen.
ich nahm ihn, nannte ihn Flöckchen.
Gebe zu, meine Namenwahl für Katzen ließ noch Wünsche offen.
Keine Nr. im Ohr, kein Chip irgendwo. Wieder ein Wegwerftier unserer Gesellschaft...
Die Untersuchung ergab, daß er gesund war und NICHT taub. Taub sind leider ganz viele weisse Katzen.
Er lebte sich schnell ein, nur tagsüber wollte er unbedingt nach draussen.
Wir lebten in einem Haus mit eingemauerter Terrasse, doch er überkletterte diese Mauern, ging über eine Strasse und zu den anderen Nachbarn ins Haus.
Der Ärger war vorprogrammiert. Ich solte meine Katze an die Leine legen, so meinte eine Nachbarin. Den anderen wars egal. Er schlief dort eine Runde und ging wieder nach Hause.
Frech, wie ich bin, schlug ich dieser Frau noch vor, ihre Türen geschlossen zu halten. Da sich dies auch noch in den Niederlanden abspielte, war von guter Nachbarschaft, keine Rede mehr.
So suchten wir uns in Deutschland eine neue Bleibe.
Wir zogen wir an den Rand eines kleinen Dorfes. Ganz allein, mitten im Wald. Nachbarn sind klasse, wenn man keine hat....
Dennoch fand mein lieber Mann Flöckchen, am 22. Februar 2001, mit gebrochener Wirbelsäule an unserer Einfahrt. Auch der sofortige Weg zur Tieärztin konnte ihn nicht mehr retten. Der Rücken war mittig durchgebrochen.
Flöckchen hatte noch versucht, sich nach Hause zu ziehen. Seine Vorderfüsschen und sein Schnäuzchen waren schmutzig, die gelähmten Hinterbeichne völlig sauber.
Wäre doch das Sch..., das ihn anfuhr und hat liegen lassen, wenigstens nochmal drüber gefahren, dann wäre er tot gewesen, so weiss ich nicht, wieviele Stunden sich Flöckchen noch hat quälen müssen.
Hätte er/ sie, doch Bescheid gesagt....
Aber auch, wie immer, man haut einfach ab. Diesem Menschen wünsche ich sicher nichts Gutes.
Mir tuts heute noch schrecklich weh, wenn ich an Flöckchen denke.
Machs gut, kleiner weisser Engel